Tiergestützte Therapie

 

In der tiergestützten Therapie biete ich ein ganzheitliches Förderangebot mit  dem Therapiebegleithund Sam an. Hier verbinde ich mein Wissen der Physiotherapie mit den Kenntnissen aus der tiergestützten Therapie.

Die Therapie ist zielgerichtet und orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten des Menschen.

Die Arbeit stellt hohe Anforderungen an Mensch und Tier und kann nur von speziell ausgebildeten Personen wie Physiotherapeuten, Ergotherapeuten oder Logopäden  durchgeführt werden.

Beide haben gemeinsam eine umfangreiche Zusatzausbildung durchlaufen, der Hund ist aufgrund spezieller charakterlicher Eigenschaften ausgewählt und geprüft. So unterscheiden sie sich deutlich von Hundebesitzern im Besuchs- und Streichelhundesektor.

Tiergestützte Arbeit in Kindergärten und Kinderheimen

 

 

Beim Besuch im Kindergarten oder im Kinderheim sind Einzelsettings oder Kleingruppen möglich.

Die Kinder beobachten den Hund und erleben hautnah sein großes Repertoire an Verhaltensweisen. Dies schult ihre Konzentration und sie lernen, Grenzen zu respektieren und Vertrauen aufzubauen.

 

Sams Anwesenheit vermittelt ein Wohlgefühl bei Groß und Klein, das gemeinsame Lernen ist ausgesprochen kindgerecht und die positiven Effekte sind nachhaltig: Aggressionen werden abgebaut, durch das Streicheln    und den Körperkontakt wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet und so Stress minimiert.

Die Arbeit mit Senioren, Menschen mit Behinderung und in der letzten Lebensphase

Beim Besuch Ihrer Einrichtung liegt ein Schwerpunkt auf der aktivierenden Gruppentherapie. Spaziergänge mit Hund bieten zahlreiche Möglichkeiten der Bewegung mit viel Freude und Förderung.

 

Eine große Bereicherung des Alltags ist der individuelle Besuch des Therapiebegleithundes bei Menschen, die aufgrund ihres Allgemeinzustandes nicht an Gruppentherapien teilnehmen können.

 

Mit Sam einen Menschen auf dem letzten Stück seines Wegs - zu Hause oder im Hospiz - zu begleiten, bedeutet, mit dem Sterbenden auf einer sonst nicht erreichbaren Ebene zu kommunizieren. Der Mensch erlangt einen besonderen Zugang zu seinen Emotionen, fasst so Vertrauen in den Lauf der Dinge und bereitet sich mit Zuversicht auf den Abschied vor.


Lesehund Sam


Für manche Kinder ist der Einstieg ins Lesen beschwerlich: Sie haben große Scheu, laut zu lesen, und ihnen fehlt die Ausdauer und Motivation für längere Texte oder Geschichten.

 

Treffen sich die Kinder in einer kleinen Gruppe mit Lesehund Sam, liest ein Kind etwas vor, die anderen hören gemeinsam zu. Das Tier beruhigt schon durch seine Anwesenheit und motiviert den jungen Leser. Ohne Kritik bauen sich Ängste und Scheu allmählich ab.


Wirkweise der tiergestützten Therapie

  • Durch die Begegnung mit dem Tier in seiner offenen und positiven Art kann der Mensch sich emotional öffnen und ein positiveres Selbstbild entwickeln. Der Hund gibt Anlass zu Gesprächen und Handlungen. Er fördert Entscheidungsprozesse, kreiert neue Zusammenhänge und öffnet für noch nicht da gewesene  Verhaltensmuster.
  • Durch die Fürsorge für den Vierbeiner und das gemeinsame Erarbeiten und Erleben von Handlungen entwickeln sich neue Fähigkeiten, eigene Handlungskompetenzen und Empathie können sich entfalten.
  • Im achtsamen Umgang mit dem Tier spürt der Mensch keinerlei Druck, Stress oder Erwartung und erlebt positive emotionale Momente. Die spielerische Tätigkeit mit dem Tier steigert den Zusammenhalt einer Gruppe, Einsamkeit und Isolation werden abgebaut. Die Arbeit mit dem Hund kann je nach Schwerpunkt die Feinmotorik, den Tiefensinn, das Gleichgewicht oder die Handlungsplanung verfeinern.